(85) Martin |
Samstag, 08.Mai 2010 - 21:23:04 Uhr
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Hallo alle zusammen Ihr da draussen in der weiten Welt!
Nach einem Schlaganfall mit anschließender Reha freue ich mich ganz besonders auf meine beidne KS 600, einmal mit orig. Zündapp BW Vorkrieg( WH) einmal Solo, man kann nie genug KS 600 in seinem Bestand haben, wobei es leichter ist das Wechselkennzeichen zu wechseln als den Seitenwagen mit dem entsprechenden Antrieb zu wechseln.(beide sind Zugelassen)
Meine erste KS stammt aus Ungarn und die 2. ist ein Eigenimport aus meiner Zeit als ich noch in der SU lebte. In meinem Bestand gibt es noch eine Vielzahl an Motorrädern aus der Zeit vor 1945 die durch das große Reisebüro in Einheitsgrau über den Kontinent verschickt wurden.
Ich konnte Erfahrungen mit meinen Motorrädern in der SU mit folgenden Typen sammeln:
R 71 BMW mit Royal Seitenwagen,
R 12 mit Steib Seitenwagen
R 35 Solo sowie mit einer HD WLA 750 in einem erbärmlichen Zustand.
DKW 350 NZ, Zündapp KS600 und K 800 sowie div. russische Ableger gehören ebenfalls zu meinem Erfahrungsschatz und sind auch Heute noch in meinem Besitz.
Leider mußte ich die K 800 aus Geldmangel verkaufen.
Es war nicht leicht sie aus der SU zu "exportieren" denn diese Fahrzeuge waren Beutegut und von der Ausfuhr verboten, aber mit der Übersiedelung nach Österreich war es als Übersiedlungsgut mit einignen Gutnen Argumenten sowie auch mit dem entsprechenden Kontakten und Schmierstoff leztendlich doch möglich.
Zurück zur KS 600:
Sie ist mit der Soloübersetzung mit einem sehr guten Rennpferd zu vergleichen dass nicht für einen Pflug geeignet ist, wobei mit einer Seitenwagenübersetzung und mit einem entsprechenden Seitenwagen hier im Westen es keine entsprechenden Strassen gibt die die volle Kappazität und Leistung des Gespannens herausfordern. Die Strassen sind glatt wie mit einem Bügeleisen und es gibt weder Schlaglöcher oder andere Strassenhindernisse die als Bremse dienen.(ausser der Ampeln und der Fahrer verschiedener Produkte aus dem Hause VW mit defekter Heizung die auch im Sommer eine Mütze erfordern, und aufgrund des Luftwiederstandes verkehrt herum getragen wird) Der 4. Gang der in der SU nur sehr selten zu verwenden war, ist hier nahezu Standart. Die Konstruktion des Motors ist im wesentlichen um ein vielfaches besser als die der BMW die ich aus dieser Zeit kenne. Mit Geduld und einem entsprechenden mechanischen Verständniss sowie mit den Ersatzteilen die jezt wieder in einer entsprechenden Qualität zur Verfügung stehen ist es eines der besten Motorräder die auch im Strassenverkehr des Westens in der heutigen Zeit zu fahren sind.
Loblieder wurden schon viele gesungen doch erleben kann man sie nur unter den Bedienungen wofür Sie gebaut sind.
Ich persöhnlich bin im Moment dabei die Sammlung und meine Erfahrungen mit einer KS 601 zu erweitern wobei ich derzeit die Einzelteile aus ganz Europa zusammentrage um mir eine aufzubauen, leider sind die Preise für einen Enthusiasten und Anhänger der Produckte aus dem Hause Zündapp in eine fast nicht mehr erreichbare Ferne gerückt, wobei ich glaube dass sehr viele Geldsäue mit den Teilen wie mit Aktien an der Börse spekulieren und wir Individualisten und echte Fahrensleute durch den Rost fallen.
Meine weitesten Reisen im Westen mit der KS 600 ohne BW waren bis jezt:
Großglockner,
Dresden, Elbsandsteingebirge,
Rundfahrten durch Österreich,
Wunderschöne Ausfahrten im Rahmen div. Veranstaltungen mit Anreise per Achse, wobei ich erwähnen muß, dass bis auf einen def. Regler,eine Ankerwicklung und einer überalterten Zündspule sowie div durchgebrannter Glühbirnen aufgrund des def. Reglers keine Pannen zu verzeichnen waren.
Ölwechsel regelmäßig alle 2500 KM mit einem reinen Öl der Klasse W 50 von Castrol oder Quacker State wie ich es in die HD einfülle hatte mir noch keine Probleme bereitet, wobei die Kurbelwelle immer noch eine Originale mit Wälzlager ist. Ich hatte das Problem keine entsprechenden Käfige mehr zu bekommen, so half ich mir mit brauchbaren Resten in einer Teilung von 120° uber den Umfang, also nicht zweigeteilt sonder 3 geteilt wobei dieser Kompromiss bereits über 20.000 Km hält. Mit einem gesunden Hausverstand und mechanischen Grundkenntnissen ist eine KS 600 ein dankbarer Weggefährte, den mann getrost ncht verkauft, sondern seinen Nachkommen als Famielienmitgleid vererben kann der noch einige Generationen in der Familie bleibt.
Ich wünsche Euch da draussen alles Gute mit eurern Kastenrahmen und denkt daran, dass nur Beständigkeit zum Erfolg führt.
Die Kastenrahmen haben Ihre Eigenheiten, die aber in die Zeit und den technischen Standart von den 30sigern beleuchtet gehören.
Wobei der Motor und die Antriebstechnik Ihrer Zeit um 30 Jahre voraus wahren und erst in den 60 Jahren ein entsprechender Standart erreicht wurde.
Allels Gute und Gute Fahrt.
Martin |
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